Ziemlich genau 6 Jahre hat es gedauert bis wir endlich zusammen am Wasser standen! Die Rede ist von meinem Dad, meinem langjährigen Freund Christian, meinem Neffen und mir. Jedes Jahr aufs Neue hatten wir uns vorgenommen endlich mal wieder ein verlängertes Wochenende zusammen zu fischen.

Doch bislang kam immer etwas dazwischen. Es ist nicht immer einfach, drei in Brot und Lohn stehende Personen unter einen Hut zu bekommen. Doch das alles war nun egal, denn nun standen wir da, an einem wunderschönen See, in meiner alten Heimat im schönen Brandenburg. Spiegelglatt lag er vor uns, gebettet in einem dichten Kiefernwald und umgeben von dicken Schilfgürteln.

Die Ruten wurden startklar gemacht.

Nach den ersten kurzen Gesprächen errichteten wir unser Camp und machten den Plan für unser weiteres Vorgehen. Wir legten alle Ruten gemeinsam aus und verteilten sie großflächig. Nachdem alle Ruten gelegt waren, genossen wir die letzten Sonnenstrahlen des Tages und saßen bis spät in der Nacht zusammen und sprachen über alles erdenklich mögliche. Irgendwann holten mich die gefahrenen 800 km dann aber doch ein und ich hatte das dringende Bedürfnis zu schlafen.

Der Anfang war gemacht.


Doch es dauerte nicht lang bis mich der Bissanzeiger von meinem Dad und später auch noch der von Christian aus der Horizontalen rissen. Man könnte sagen der Plan ging auf. Denn in der ersten Nacht konnten wir direkt 3 Fische landen und einen weiteren verloren wir unmittelbar vor dem Kescher. Soviel war klar, wir waren zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Denn an den darauf folgenden Tagen folgten weiter Fische unserer Einladung zum Fotoshooting.

Meinen ersten Lauf bekam ich mitten in der Mittagssonne. Mein kleiner Neffe stand direkt neben mir als ich die Rute aufnahm. Kurzer Hand drückte ich ihm meine Angel in die Hand und half ihm dabei seinen ersten Karpfen zu drillen. Er war mega happy und grinste über beide Ohren als der Spiegler endlich vor ihm im Kescher lag. Wir machten ein paar Erinnerungsfotos und seine PB-Dusche bekam er natürlich auch.

Teamwork und der neue PB meines Neffen, gefeiert mit der dazugehörigen Dusche.

Es stellte sich heraus, dass das Whity Pool Rig die meisten Fische ans Band brachte. Eine Anleitung für benötigtes Material und den Bau des Rigs findet ihr übrigens ebenfalls hier auf dem Blog in der Kategorie Rig Guide.

Das Whity Pool Rig funktionierte tadellos und brachte uns die meisten Fische!

Wenn gerade Mal keine Rute ablief, relaxten wir in der Sonne, bauten neue Rigs und genossen die Natur um uns herum. Am Abend bereitete ich meine Kamera und das Stativ vor und wir saßen gespannt, mit dem Blick zum Himmel in gemütlicher Runde. Dann war es soweit der Blutmond zeigt sich in voller Pracht. Ein Anblick der diesem Trip einen würdigen Rahmen verpasste.

Der Blutmond erschien und bescherte uns eine mystische Stimmung.

Am Morgen lichteten wir die Fische der Nacht in aller Frühe ab und fingen die ersten Sonnenstrahlen gleich mit ein.

Wir nutzen die ersten Sonnenstrahlen direkt für unsere Fotosession.

Im weiteren Verlauf des Tages folgten weitere Fische und das obwohl das Wetter merklich schlechter wurde. Zum Abend hin kündigte sich sogar ein Gewitter an. Mitten in der Nacht bekamen Christian und ich fast gleichzeitig einen Lauf und das während am Horizont ein Blitz den nächsten jagte. Ein unglaubliches Panorama das wir beide, lachend, nebeneinander erleben durften.

Die Fische liefen und liefen!

Mit dem nächsten Morgen brach Aufbruchstimmung aus. Nach dem Frühstück begannen wir unser Camp zurück zu bauen. Auch hier zahlte es sich aus, seine Ruten zum Schluss einzupacken. Denn so konnte mein alter Herr noch einen weiteren Spiegler auf die Matte legen. Ein perfekter Abschluss wie ich finde. Mit vollen Speicherkarten und vielen schönen Eindrücken traten wir die Heimreise an und eins ist klar der „Blutmondtrip“ wird unvergessen bleiben.

Es lohnt sich die Ruten bis zum letzten Moment im Wasser zu lassen.
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