Windige Session von Richard Opitz

4 Tage Wochenende heißt für viele von euch „Fischen gehen“ – Karpfenangeln pur in allen sozialen Kanälen. Ich war natürlich auch zappelig weil ich unbedingt ans Wasser wollte, aber nicht konnte. Erst musste die Sportsaison am Karsamstag mit dem Spiel um die Meisterschaft noch beendet werden. Danach war der Kopf frei um angeln zu können. Dieser Tag verging wie im Flug und so fand ich mich Sonntag morgens um halb 4 nach der Meisterfeier erst wieder zuhause im Bett. Den wohl größten sportlichen Erfolg meines Lebens. Geschafft!

Kopf frei und los geht’s!

Erst jetzt war der Kopf frei für das Angeljahr 2019. Zwei Fische konnte ich bereits an meinem Winterplatz fangen. Ich war so entspannt wie lange nicht und eben so heiß aufs Angeln. Am Ostermontag hatte ich die Geschehnisse vom Wochenende gerade so realisiert, sollte es gleich eine Nacht ans Wasser gehen.

Das Wetter war mit herrlichen 22 Grad und viel Sonne richtig vielversprechend für’s Karpfenangeln. Am See angekommen musste ich feststellen, dass der Wind deutlich stärker war als er in der Stadt wirkte. Die Kitesurfer rasten über das Wasser, Enten die ich beobachten konnte, verschwanden immer wieder in den ca. 40cm hohen Wellen. Das Gefühl war trotzdem gut und so klappte ich meine Liege aus, spannte das Stormshield darüber um in aller Ruhe meine Rigs vorzubereiten.

Kurz vor den Füssen fand ich meine Spots

Das Wasser am Ufer war von den starken Wellen aufgewühlt und trübe. So hatte ich den ersten Platz schnell gefunden. Einfach ins dunkle Wasser einen kleinen Poppi auf ca. 2m „geschnickt“, die andere Rute tiefer auf ca. 6m. Beide montiert mit einem 80g Feeding Lead und etwas Teig.

Dann begann das „dem Wind aus dem Weg gehen“. Ich schlief zeitig ein weil es außerhalb vom Schlafsack sowieso total ungemütlich war. Das Stormshield tat seinen Dienst – es hielt den Wind ab und machte den Beginn der Nacht sehr erträglich.

Ufernahe Piepser

Plötzlich gegen 2:20 Uhr wurde ich durch ein paar Pieper geweckt. Ich stand schnell an den Ruten, der Swinger der flachen Rute hing unter dem Blank. Nichts rührte sich. Dann ein, zwei mal Klicken der Rolle als sie die Schnur frei gab… Doch Fisch!

Ich nahm die Rute auf und fing an die 20 Meter Schnur einzukurbeln. Keine große Gegenwehr, vereinzelte Kopfschläge ohne große Kraft. Als ich den Fisch das erste Mal sah, wirkte er nicht so groß. Bis ich dann meinen ersten Kescherversuch startete. Da realisierte ich, dass es doch ein regelrechtes Monster war. Erst im dritten Nachfassen war der Fisch vollkommen im Kescher. Er war so lang, dass er nur mit Ach und Krach in den Kescher passte.

Unerwartet und absolut überwältigend

Der Fisch war drin. Ich hatte ihn! Ich schaute mich um, es war komplett dunkel. Als der Schein der Kopflampe wieder in den Kescher fiel, dachte ich nur: “Was für ein Wahnsinn“. Der Wind hatte seit dem Abend kaum nachgelassen und stand noch immer voll auf mein Ufer. Viel einfacher hätte es wohl nicht sein können. Plumpsangeln vor den Füßen – äußerst effektiv und immer für eine Überraschung gut. Das ist Karpfenangeln!

Als ich mich gesammelt hatte, fiel mir ein, dass mein Kumpel Kevin noch wach sein könnte und rief ihn kurzerhand an. Ich hatte Glück und er kam nach einem Telefonat vorbei um ein paar Bilder zu schießen. So ging es für den Fisch nach kurzer Zeit wieder in die Wellen.

Ein Wahnsinns-Wochenende ging zu Ende. Dienstag Morgen klingelte um 8 Uhr der Wecker. Ruten rein, Liege weg, Trolley beladen…. Fertig. Mit einem großartigen Gefühl machte ich mich auf zur Arbeit. Eine Session, die einfach, effektiv und wahrlich überwältigend war.


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