Part 2 unseres Jahresrückblicks beginnt mit der wohl grundlegendsten Veränderung im Jahr 2018. Schon länger angedacht, war es dann im Juni soweit. Die Firma wurde um unseren Marketing- und Mediamanager Jan erweitert. Zukünftig soll euch dadurch eine breitere Medienvielfalt bei Carpleads geboten werden, um euch noch besser mit Infos und Tipps zur Angelei zu versorgen. Unter anderem startete bereits unsere Serie ‘On The Move’ auf YouTube, in der ihr einen Einblick in die Angelei unserer Teamangler bekommen könnt.

Jan Schütz

2018 war für mich das Jahr der großen Veränderungen. Alles begann mit einem neuen Verein und gipfelte in einem Jobwechsel in die Angelbranche zu Carpleads als Marketing- und Mediamanager. Zahlreiche Sessions zu Beginn des Jahres wichen gegen Sommer den Videodrehs. So kam ich erst im Herbst wieder dazu gelegentlich an’s Wasser zu gehen. Wie auch im Frühjahr war ich meistens alleine unterwegs. Genau die Art, wie ich es liebe neue Gewässer zu erkunden – ohne Infos, ohne Druck, einfach drauf los und sich überraschen lassen. So fing ich auch diesen Fisch, der Schönste meiner bisherigen Angelkarriere. Leider das einzige Andenken an diese Schönheit – es wissen nicht alle Angler eine solche Perle zu schätzen. Im Herbst erfuhr ich von der Entnahme des Fisches während eines Vereinsangelns – etwas mehr Rücksichtnahme auf besonders schöne und große Fische wäre dabei manchmal nicht verkehrt um einen reichhaltigen, vielfältigen Altbestand in den Gewässern zu bekommen. Dennoch erinnere ich mich wahnsinnig gerne daran zurück, als ich diesen einzigartige beschuppten Fisch im ersten Licht des Tages über den Kescher führen konnte und den Freudenschrei, der über den See hallte, als ich in erblickte was ich dort einnetzen durfte.

Kai Augsburg

,,YES Alter! Big Boy.” so oder so ähnlich muss ich geklungen haben, als ich diesen Schuppi wegschwimmen sah. Mit einer gewaltigen Flucht wollte Er abtauchen. Das gelang ihm nicht, denn ich hatte Ihn am Haken. Mein absolutes Highlight 2018. Als alle Anderen noch am sehr gut besetzen Stausee Motivation tankten, angelte ich ganz alleine an einer traumhaften Kiesgrube und fing auf Anhieb einige Topfische.

Julian Rosenthal

Bedingt durch die Geburt meiner Tochter und die Planungen für einen Hausbau, der mittlerweile in vollen Zügen ist, war mein Jahr geprägt von Kurzsessions und schnellen Nächten zwischen Privatleben und Arbeit. Ab und zu nahm ich mir dennoch die Zeit mit meinen Jungs zusammen am Wasser abzuhängen, was ich aufgrund der wenigen Zeit umso mehr genießen und wertschätzen konnte. Mein persönliches Highlight 2018 war dieser wunderschön gefärbte Koi, den ich bei einem schnellen Overnighter nach der Spätschicht zusammen mit meinem Best-Buddy Simon fangen konnte.

Tristan Drangusch

Karpfenangeln ist oftmals ein Saisongeschäft, so bei mir auch dieses Jahr. Von vornherein war klar: „Tristan das wird ne kurze Nummer 2018!“Die kalte Phase wurde mit reichlich Planungsaufwand gefüllt, wir wollten ja auch was reißen und so fuhren Philipp und ich nach vielen Telefonaten, Textnachrichten und stundenlangem Gesuche im Netz nach passenden Gewässern, einfach auch mal durchs Land und machten hier und da Zwischenstopps. Im Terminkalender wurde bis Mitte September anglerisch geplant und dann sollte so viel Energie getankt sein, dass ich unbeschwert in die Angelpause gehe und sie auch bis ins neue Jahr durchhalte. Seit 3 Monaten bin ich nicht mehr unterm Sternenhimmel und der klaren Luft am See eingeschlafen und natürlich fehlt es mir; dieser Ausgleich am Wasser – das Angeln! Dennoch bin ich vollkommen zufrieden und dankbar für das Angeljahr 2018, dass so viele Erlebnisse für uns, für mich bereit hielt. Einiges davon ist in unseren Videos auf unserem Kanal Cyprid Hill zu sehen. Genau so sind manche Erlebnisse auf Bildern oder einfach in den Köpfen der Leute aus unserem Vertrautenkreis festgehalten und so soll es auch sein! Wir sind dieses Jahr wieder mehr zusammengewachsen, haben einfach eine tolle Zeit am Wasser verbracht und planen schon mit Volldampf fürs neue Jahr.

Philipp Woywode

Rastlos bin ich. Ein richtiger Vagabund, der von Ufer zu Ufer zieht. Der erste Fisch eines neuen Gewässers wird schnell vom “nächsten Ersten” abgelöst. Dieses Jahr wollte ich es anders angehen und mich festbeißen, ein Gewässer und dessen Bewohner richtig kennenlernen – eine Beziehung eingehen sozusagen. Dies ist der erste Fisch jenes Gewässers an das ich mich binden sollte. Ich fing ihn bereits am ersten Morgen hier. Es war ein sonniger Junitag. In den darauffolgenden über vierzig Nächten, sollten weitere zwei Karpfen aus diesem See dazu kommen. Ich hatte noch nie ein dermaßen hartes Jahr. Hätte ich damals in die Zukunft gucken können, dieser Fisch hätte einen vielfach höheren Stellenwert bekommen. So war es nur einer von vielen Erstis.

Chamel Neek

Der beste Fisch für mich im Jahr 2018. Harte Arbeit und eine starke Freundschaft ließen mich an diesem Gewässer erfolgreich sein. Auch wenn der Fisch knapp an meinem niederländischen PB kratzt, konnte es mir nicht egaler sein. Dieser Fisch hat mich vollkommen überwältigt und mein Jahr 2018 gekrönt 😁

Frank Van Dooren

Dieser Fisch bedeutet mir wahnsinnig viel. Ich hatte 3 Tage Sturm und Regen ohne Unterbrechung und die Motivation bekam einen kleinen Knicks. Doch dann lief die Rute ab, mit einem wunderbaren Spiegelkarpfen am anderen Ende. Der erste eines Laufes, der mich zum Schluss der Session, nach weiteren 3 Tagen, 23 Fische auf der Habenseite verzeichnen ließ.

Daniel Paster

Rückblickend auf die vergangene Saison muss ich sagen, es war ein gutes Jahr. Ob daheim oder im Ausland hatte ich Pannen, Pleiten und Pech, aber auch so manche Sternstunden 😉 Unzählige Nächte verbrachte ich am Wasser, einige davon werden mir noch lange in Errinnerung bleiben, unglaublich was da manchmal abging! Ich hoffe, auch ihr hattet eine erfolgreiche Zeit am Wasser im vergangenem Jahr, ich hab mein Tackle seit Ende November eingewintert, alle die nach wie vor noch an der Wasserkante hocken, sei ein kräftiges Petri Heil gewünscht 🤙

Andre Spänle

Aus Angler-Sicht betrachtet bestand mein Jahr gleich aus mehreren Highlights. Zur Routine zuhause und Trips nach Frankreich kamen in 2018 zwei große Reisen. Gleich zwei Mal verließ ich Europa- hauptsächlich den Fischen wegen. Im September ging es zusammen mit meinem Vater nach Kanada und wir erlebten einen absoluten Abenteuertrip mit Hailbut, Lachsen und Bären. An dieser Stelle möchte ich euch jedoch von meinem Karpfen-Angelhighlight 2018 erzählen. Es war Mitte März und Marc Fähnrich und ich waren im Atlasgebirge von Marokko. Knappe zwei Wochen angeln am Bin el Quidane standen uns bevor. Doch unsere Euphorie erhielt einen kräftigen Dämpfer als wir vor Ort von der ungewöhnlichen Beißflaute am See erfuhren. Die Umstände dort sind speziell, wir hatten über 1m steigendes Wasser pro Tag, Temperaturschwankungen von 30 Grad und fast pausenlos peitschte uns der Wind um die Ohren. Unter so ungewöhnlichen Bedingungen hatten wir beide noch nie geangelt und wir waren beide verunsichert, wie wir hier zum Erfolg kommen sollten. Umso größer war die Erleichterung und Freude über unseren ersten Afrika-Karpfen, der schon am zweiten Morgen im Kescher lag. Kein großer oder gar außergewöhnlicher Fisch, aber das spielte überhaupt keine Rolle. Der Bann war gebrochen und wir erlebten von diesem Moment an 10 unfassbare Tage am BEO. Wie so oft sind es viel mehr die äußeren Umstände, die einen Fang zu etwas besonderem machen, als der Fang selbst.

Philipp Gatzsch

Der schön beschuppte Spiegler ist einer meiner wichtigsten Fänge des Jahres und leitete zwei richtig erfolgreiche Wochen in Frankreich ein. Er biss in einem hart beangelten See an dem weder Nachtangeln noch Übernachten erlaubt ist. Um eine gute Stelle zu bekommen war also frühes Aufstehen um vier Uhr morgens angesagt, was mir an diesem Tag aber nicht gelang. Als ich erst einige Stunden nach dem überhörten Wecker aufwachte ärgerte ich mich sehr die produktiven Morgenstunden verpasst zu haben und dass mein Platz jetzt vermutlich besetzt ist. Kurz überlegte ich an einen anderen See zu fahren, entschied mich aber zum Glück dagegen. Der Platz war nämlich noch frei und kurze Zeit später der bis dahin schönste Fisch des Trips in meinen Armen.
Das Erlebnis zeigte mir: Besser spät als nie!

Viele Grüße,
Philipp
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