Meine Saison lief richtig gut an. Erste schöne Fänge im Januar ließen mich motiviert in’s neue Jahr starten. Doch dann fielen die Temperaturen und das Eis vereinnahmte zusehends die von mir beangelten Gewässer. Das hieß: Zwangspause. Irgendwann ist die lange Zeit des Wartens jedoch vorbei und ich konnte voller Tatendrang ins Frühjahr starten.

Da dieses Jahr neue Gewässer auf dem Programm standen, die größtenteils nur vom Ufer aus befischt werden durften, deckte ich mich mit Spod- und Marker-Equipment ein.

Zudem entschied ich mich für die Taktik ‚mobil‘ zu angeln und durch schnellarbeitendes Futter, zügig Fische auf den Platz zu bekommen. Meistens blieben mir für meine Angelei nur die frühen Morgenstunden vor der Arbeit oder 2 bis 3 Stunden nach meinem Feierabend.

Ich konzentrierte mich nicht auf ein bestimmtes Gewässer oder länger angelegte Futterplätze, sondern angelte mich von einem zum Nächsten.

Ein, für mich neues, stark verkrautetes Gewässer entwickelte sich schnell zu meinem Favoriten. Dank den Satellitenbildern von Google Maps und einer Markerrute, fand ich ein schönes Plateau, welches aus einem tieferen Bereich bis auf 50 cm anstieg. Ich platzierte meinen Rigs mit Hilfe des Markers punktgenau am Anfang des Plateaus und konnte den Platz dadurch auch zielgenau mit der Futterrakete anwerfen, um das kleinteilige Futter dort zu verteilen.

Ich belud meine Spomb mit Feedcloudz von Badgers Best, die zu diesem Zeitpunkt frisch auf dem Markt waren und brachte das Futter mit einer starken Spodrute genau auf die markierte Stelle.

Zur etwa gleichen Zeit erhielt ich die neuen Feedingleads von Carpleads. Angetan von dem Gedanken, damit noch zusätzlich, attraktiven Teig in Ködernähe anbieten zu können, konnte ich es kaum erwarten die Bleie am Wasser zu testen.

Die neue Form ermöglicht es den Teig in das Blei zu kneten um noch mehr Attraktivität am Futterplatz zu haben.

Die Kombination aus hoch attraktivem Futter durch die Spomb und dem Teig, der seine Lockwirkung direkt am Hakenköder entfaltete führten dazu, dass es meistens nicht lange dauerte, bis sich die Bissanzeiger meldeten und die Ruten abliefen.

Bisher weiß ich noch nicht viel über den Bestand des Sees. Aber je mehr Fische ich fing, desto mehr ‚Perlen’ offenbarte mir das Gewässer. Darunter auch dieser schöne Halbzeiler.

Ich legte mich auch nicht auf ein spezielles Rig fest. Nach Lust und Laune wechselte ich vom Ronnie-Rig zu normalen No-Knot-Rigs, bis hin zum D-Rig mit unserem SFC Stiff. Dieses wurde im Laufe meiner Frühjahrsangelei auch mein absoluter Favorit.

Single HOOKER+ SFC  – Ob Single-Hookbait oder Snowman – Durch das Anbinden der Köder am Wirbel ist man flexibel was die Ködergröße angeht.

Dieses Frühjahr war für mich ein absoluter Erfolg. Ich konnte durch die oben beschriebene Taktik und ein paar Experimente mit Rigs relativ schnell herausfinden was funktionierte. Das verhalf mir zu zahlreichen Fängen. Gerade am Anfang des Jahres kommt es mir nicht darauf an nur die dicken Fische zu fangen. Viel wichtiger ist es mir kontinuierlich zu fangen, Vertrauen zu fassen und hochmotiviert in die vorsommerlichen Monate zu starten.

Abschließend noch ein paar bewegte Bilder:

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