Normalerweise fahren Alex und ich im Frühjahr oder im Frühsommer für ein paar Tage los, auf der Jagd nach Karpfen und ein bisschen Urlaubsfeeling zieht es uns eigentlich immer nach Frankreich. Letztes Jahr stand Ende Mai Alex’ Hochzeit an und so verschoben wir den Trip auf Anfang September. Gerne wären wir tief in den Süden gefahren, hatten jedoch nur 6 Tage Zeit und so fiel die Wahl auf die nicht ganz so weit entfernte Alpenregion. Außerdem war bisher keiner von uns dort und wir wollten unbedingt mal etwas Neues sehen. So waren wir uns auch schnell einig, dass wir unser Glück an mehreren Gewässern versuchen wollen.

Nachtangeln ist in dieser Region verboten, also minimierten wir unser Tackle und bereiteten uns auf eine Woche Day-Session-Angeln vor.

Nachmittags kamen wir am ersten See an, Location machen war aber nicht möglich, bei über 30 Grad im Schatten zeigte sich kein einziger Fisch, obwohl ich fast den kompletten See abruderte. Um den ersten Tag nicht einfach verstreichen zu lassen legten wir einfach los. Wir versuchten unser Glück mit Chod-Rigs in unterschiedlichen Tiefen, konnten jedoch nur einen Katzenwels fangen. In der Dämmerung packten wir ein und konnten beim zurückfahren in der anderen Ecke des Sees tatsächlich Fische rollen sehen. Hier würden wir es versuchen, sobald es wieder hell wird.

Die rollenden Fische machten uns aufmerksam auf einen scheinbar vielversprechenden Bereich des Gewässers.

Am nächsten Morgen das selbe Bild wie am späten Abend zuvor. Die Fische rollten im gesamten Areal vor unseren Füßen. Motiviert bis in die Haarspitzen brachten wir schnell die Ruten aus. Mit der Chod-Rute warfen wir springende Fische an. So konnten wir auch sehr schnell ein paar kleinere Karpfen fangen. Weiter draußen versuchten wir es mit mehr Futter und fischten mit Tigernüssen und Hookbaits, die resistent gegen die Attacken der Katzenwelse waren. Über den Nachmittag und bis in den späten Abend konnten wir so auch noch ein paar bessere Fische bis 19kg fangen.

Die ganz Großen blieben zwar aus, trotzdem waren wir mit 17 Läufen mega zufrieden. Am zweiten vollen Angeltag war die Hölle los und der gesamte See besetzt, was sich direkt auf das Beißverhalten der Fische auswirkte. Vier Bisse konnten wir noch verwerten, als ich dann nach 20 minütigem Drill einen richtig großen Fisch verlor. Die den nächsten Tag suchten wir uns ein neues Gewässer.

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Die Gegend ist mit kleinen Seen nur so gespickt. Wir fuhren die nächstgelegenen an und fanden einen kleinen See an dem nur ein einziger Angler saß.

Wieder brachten wir die Chod-Montagen schnell ins Wasser und fischten am Ufer mit Tigernüssen und wenig Futter. Kleine “Fallen” brachten gerade in Frankreich schon so oft gute Fische. Nach nur einer Stunde konnten wir einen knapp 20kg schweren Spiegler fangen, dann passierte nichts mehr.

Eine große Überraschung, die sich an diesem Gewässer aber nicht wiederholen ließ.

Der See war bis in die Dunkelheit wie ausgestorben. Auch als die Nacht vollständig hereingebrochen war konnten wir keinerlei Aktionen ausmachen. Wir hatten beide kein gutes Gefühl hier, trotz dem großem Fisch vom Vormittag. Es musste also nochmal etwas Neues her. Für die letzten beiden Tage folgten wir einem Tipp von meinem Kumpel Marc. Er empfahl uns einen See, der ein paar richtig schön beschuppte Spiegler beherbergen sollte.

Wahnsinn, was dieser See für uns bereit hielt!

Zum Ende hatten wir richtig Glück und das Gewässer so gut wie für uns. So konnten wir die Ruten schön fächern und ein großes Areal befischen. Das war wichtig, denn wie so oft bekamen wir nur einen einzigen Spot zum laufen und das war natürlich der, der von uns am weitesten entfernt war. Da wir nur die kurzen Zeitfenster am Tag hatten dippten und soakten wir unser Futter und Hakenköder um eine maximale Attraktivität zu erzeugen, um schnelle Bisse zu provozieren. Nach dem zweiten Biss auf dem selben Spot legten wir dort eine zweite Rute ab und vergrößerten den Futterplatz.  Wir konnten neben acht Karpfen auch mehrere schöne Schleien fangen und tatsächlich gelang es uns auch zwei echte Perlen des Sees zu bergen.

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Für die kurze Zeit die uns zur Verfügung stand hatten wir angeltechnisch echt gute Ergebnisse, von landschaftlichen Eindrücken und sonstigem Urlaubsfeeling ganz zu schweigen. Es braucht nicht immer die durchstrukturierte Marathon-Session, manchmal reicht eben auch ganz wenig. Macht’s gut!

Wir sehen uns auf der ein oder anderen Messe – Andre


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